Der neue Achterspannerhof


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Haus & Garten

Der Hof

Was bedeutet eigentlich der Name "Achterspannerhof"?

Der Gedanke, eine Namensverbindung zu "Spannen", also dem verborgenen, lustvollen Beobachten sexueller Handlungen zu suchen, ist zwar für den Hof naheliegend, aber falsch.
Genauso wenig hat der Name etwas mit "Anspannen" oder "Einspannen" von Zugtieren zu tun. Die Bezeichnung stammt nämlich schon aus einer Zeit vor dem 12. Jahrhundert, zu der die armen Hofmänner des Anwesens keine Mittel für Zugtiere hatten und schon gar nicht das Geld, um achtspännige Gefährte zu unterhalten. Auch gab es keine Fahrwege, auf denen sich solche Gespanne hätten bewegen können.
Nein, "Spanne" hat hier die Bedeutung einer nicht genau festgelegten Entfernung, und "Achter" bedeutet, wie beim Schiff, "hinten". Die Achterspannerhöfe waren also von der Gemeinde Kobern (damals "Covern" vom römischen "Coverna") aus gesehen, die hintersten, letzten Höfe auf dem Gemeindegebiet. Mancher Koberner wird diese Meinung, besonders zum "Achterpannerhof Nr 1" sicher heute immer noch haben, aber das ist eine andere Geschichte…

Herzlich willkommen bei uns auf dem Hof.

Der weitläufige, parkähnliche Garten lädt ein zum Sonnenbaden und bietet viele lauschige Plätze

Ein romantisches Frühstück auf der sonnigen Terasse ist der beste Start in den neuen Tag auf dem Hof.




Weber und Wierschem, eine Verbindung seit Jahrhunderten.

Nicht erst in unserer Zeit hat das Schicksal einen (Manfred) Weber und einen(Reinhold) Wierschem auf den Achterspannerhof geführt, sondern eine solche Beziehung gab es Jahrhunderte zuvor schon einmal!?
Die erste Erwähnung findet der Hof im Koblenzer Stadtarchiv, nach der um 1200 n Chr Heinrich von Achterspann dem Burggrafen von Kobern die Lehnschaft kündigte. Ab dem 14. Jhdt. gehörte das Anwesen als kurfürstlicher Hof zu den Gütern des Bischofs von Trier. Zu Verwaltern wurden die sogenannten Hofmänner eingesetzt und als solcher vertrat Michael Wierschem in der ersten Hälfte des 17. Jhdts. die Interessen des Bischofs auf dem Hof. Also ein Ur-Ur-Ur….Vorfahr von unserem Reinhold.
1686 heiratete der Sohn des Schultheis von Wolken - Johann Weber- die Tochter des damaligen Hofmanns Lorenz Wasserscheid, wozu aber erst die Einwilligung des Bischofs notwendig war. Damit begann die Ära der Webers auf dem Achterspannerhof, die sich bis heute hin zu Manfred fortgesetzt hat. Auf Johann folgten Christian, dann Nicolaus usw, damals jedoch jeweils in der Funktion als Hofmann, denn Eigentümer war immer noch die Kirche. Erst durch die Enteignung kirchlicher Besitztümer durch Napoleon konnten die damaligen Hofmänner die Höfe günstig
kaufen und ab ca 1802 wurde so die Familie Weber Eigentümer des Hofs.
1850 wurden dann für die vorhandenen Geschwister auf Grund der ebenfalls von Napoleon verfügten Realteilung aus einem Hof 4 gemacht. Das Wohnhaus "Achterspannerhof 1" wurde 1853 von Johann Weber gebaut und 1868 wurde die Hofkapelle errichtet, die bis heute ein geweihter Andachtsraum ist.


Park und Garten faszinieren auch im Winter

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